Blicke auf Halle

Streifzüge durch die deutsche Literatur

Mit 14 Zeichnungen von Claudia Berg, 150 Seiten, Festeinband, 16,00

Im Mitteldeutschen Verlag Halle (mdv)

 

Man blickt auf Halle. Man hat schon immer auf die Saalestadt geblickt. Und über sie geschrieben. Berühmte und weniger Berühmte ließen sich inspirieren und schrieben über den historischen Marktplatz mit seinen fünf Türmen, die einmaligen Brunnen, das Salz, die Universität, die Franckeschen Stiftungen.

Die Romantiker schwärmen vom Saaleblick, von Reichardts Garten, der „in seiner verwilderten Einsamkeit eine ganz artige Werkstatt“ für junge Dichterherzen wurde. Heinrich Heine beklagt den gezähmten Hallischen „Löwentrotz“. Wilhelm von Kügelgen meint, dass Halle „zwar eigentlich kein Ort“ sei,„den man zum Vergnügen aufsucht“. Thomas Mann spricht der Stadt eine „hohe Alterswürde“ zu. Curt Goetz dagegen findet den Hauptbahnhof am schönsten, weil er „eine ideale Gelegenheit biete, die Stadt nach allen Himmelsrichtungen hin zu verlassen“. „Dunstglocke“, Verfall und die von der Chemie verunreinigte Saale im 20,. Jahrhundert beklagen Christa Wolf und Heinz Czechowski. Doch bei aller Kritik gibt es kaum einen, den Halle nicht auch bezaubert.

Auch wenn es in den letzten fünfzig Jahren kaum einen Ort geben mag, an dem man solche Wandlungen sehen konnte - wie der Hallenser Schriftsteller Wilhelm Bartsch heute schreibt - so bleibt der Eindruck: Halle mit seinen Licht- und Schattenseiten ist sich trotzdem treu geblieben.

(Text auf dem Buchumschlag)

Das Buch ist im Handel erhältlich.